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Tool - neutral bleiben


Manche Situationen, Themen oder Personen lösen in uns etwas aus. Themen wie Krieg, Feminismus, Kindesmisshandlung, Ungerechtigkeit, Tod. Wir haben dazu eine Meinung. Und jede Meinung hat eine Ladung. Dort, wo wir keine Ladung haben, haben wir auch keine Meinung. Es ist uns wurscht, wir sind neutral.

Neutralität oder neutral (von lateinisch ne- utrum „keines von beiden“) bedeutet unparteiisch, geschlechtslos, ungeladen, ausgewogen, wertfrei und steht für: Neutralität (internationale Politik), unparteiische Haltung im Konfliktfall.

Befinden wir uns in unserem persönlichen Umfeld in einem "Konfliktfall", dann reagieren wir meistens so, wie wir es gelernt haben. Mit Angriff, mit Rückzug (gekränkt sein), mit Empörung, mit Verurteilung, mit Irritation oder Frustration. All das beinhaltet Ladungen und basiert auf einer Ansicht, einer Meinung und kostet Energie.

"So darf man mit mir nicht umgehen!"

"Das ist ungerecht!"

"Das ist, gut, schlecht, richtig, falsch!"


Stell dir jetzt mal vor, du kannst in Situationen, die dich normalerweise triggern, neutral bleiben.

Anstatt wie bisher mit deiner üblichen Reaktion beschäftigt zu sein, hättest du plötzlich Raum und Zeit zu überlegen, was du willst. Und dann kannst du aus dieser neutralen Haltung heraus agieren.


Wie kann man neutral bleiben?

Es gibt 3 Möglichkeiten.

1.Keine Meinung/Ansicht/Bewertungen haben.

Das ist ganz schön schwierig und bedarf einer hohen Wachsamkeit und Disziplin. Immer wieder seine Ansichten zu stoppen.

2.Lernen mit dem Gefühl, das getriggert wurde zu sein.

Manchmal reicht es nicht die Ansichten nur zu entlarven und fallen zu lassen, weil dahinter in Wahrheit etwas anderes steckt - meist eine Angst. Mit Angst oder einem anderen bedrohlichen Gefühl sein zu können, kann man lernen in einer Sitzung bei mir oder einem der vielen anderen Grinberg- Praktikern. Das ist gar nicht so schwierig.

3.Nicht mehr in diese Gasse gehen

Dieses Tool ist für Profis. Für diejenigen, die schon durchschaut haben, dass sie immer beim Thema Einsamkeit die Traurigkeit treffen. Für diejenigen, die schon gelernt haben mit Traurigkeit sein zu können, aber für sich wählen, dass ihnen das nicht dient. Gewisse Felder oder Erinnerungen werden immer Schmerz beinhalten, also warum wieder hingehen? Hier gilt: Nicht mehr in die Gasse gehen!


Hier ein Beispiel.

Jemand kritisiert dich und erklärt dir du hättest etwas nicht korrekt ausgeführt.

Wenn du dazu keine Ansicht, Geschichte oder Meinung hast, zuckst du die Schultern und fragst nach wie es korrekt gehört und fertig. Du bist neutral.

Wenn du dazu die Ansicht hast, dass dieser jemand immer nur motzt, dass du eine Geschichte hast, in der deine Mutter nie zufrieden war und du der Meinung bist, dass du scheinbar nicht gut genug bist, bist du nicht neutral. Du bist voller Ladung und je nachdem was diese Ladung in dir auslöst, wirst du reagieren. Mit Empörung, Rechtfertigung, Beschuldigung oder Rückzug. Das kostet alles viel mehr Energie und ist sehr stressig.


Wenn du also merkst, dass du so ein ganzes Paket mit dir rumträgst, dann kannst du zuerst einmal versuchen deine Ansichten loszulassen. Was wäre, wenn du dich nicht mehr so wichtig nimmst? Weder deine Meinung, deine Geschichte oder deine Ansichten. Manchmal reicht schon dieser erste Schritt.

Wenn da aber was pickt und klebt und dich immer wieder in diese Schleife zieht, steckt was anderes dahinter, dann hol dir eine Sitzung.


Schöpfer- Qualität

Aus einer neutralen Haltung heraus zu agieren hat Schöpfer-Qualitäten. Dazu muss man "nur" die eigenen Ansichten und Meinungen in Frage stellen und loslassen, wenn sie dir nicht dienen, wenn sie dich nur runterziehen. Das kannst du für dich selber prüfen.

Tut dir die Ansicht: " Ich schaff das nicht!" gut, wenn du etwas erreichen willst?Oder hilft dir die Wertung: "Ich hasse kochen!", wenn du täglich für deine Kinder kochen musst? Und was könntest du erschaffen und vor allem wie frei, wenn du dem " ich schaff das nicht" keinen Raum mehr gibst? Und was und mit welcher Einstellung könntest du täglich kochen? Es liegt an dir wie du mit deinem Leben umgehst und manchmal macht es Sinn seine Ansichten und Meinungen fallen zu lassen.

Hier ein paar Fragen zum auflockern:

Was wäre, wenn mein Partner gar nicht so und so sein muss, wie ich es gerne hätte?

Was wäre, wenn es keine richtigen oder falschen Entscheidungen gibt?

Was wäre, wenn an mir gar nix falsch ist?

Was wäre, wenn mein Kind in Ordnung ist, so wie es ist?

Was wäre, wenn Energie nicht negativ oder positiv ist?

Was wäre, wenn Wut nur eine sehr intensive Energie ist?

Was wäre, wenn es keine Ansichten gibt?

Was wäre, wenn es keine Limits gibt?



Trainingsmöglichkeiten

Schau Filme, die dich triggern und steig immer wieder aus.

Lies Zeitung, spür welche Themen dich berühren und welche nichts in dir "anrühren".

Sei aufmerksam im Gespräch mit Freunden, wer triggers dich und womit?


Ein Schlusswort

Du musst nicht komplett frei von Ansichten sein, aber es lohnt sich frei von denen zu sein, die dir nicht dienen und dich im Gegenteil unglücklich machen.

Next Level ist Ansichten benutzen, um zu erreichen was du willst! Da bist du dann schon im Schöpfer-Level ;-).


10 Ansichten

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